Mueller-Stahl Armin

Der Kunsthistoriker Hans-Dieter Sommer, aus Hamburg, schreibt zu seinem Werk: die Bilder, die Armin Mueller-Stahl malt, sind die Bilder, die in ihm aufsteigen, wenn er eine Figur spielt. es sind die Bilder, die er um sich herum wahrnimmt, wenn er sich mit einer Figur auseinandersetzt. die Beobachtung von Gesten und Körperhaltungen, die Einfühlung in unbekanntes leben, der Vergleich mit der eigenen Person münden immer in Bildern. ob sie sich sprachlich manifestieren, in die schauspielerische Arbeit einfließen oder zu Gemälden und Zeichnungen werden, es handelt sich stets um den gleichen Vorgang. aus schonungsloser Nahsicht  heraus kann sich Armin Mueller-Stahl den Nuancen zuwenden, sie gezielt beleuchten oder als Ahnung im ungefähren halten. seine Wahrnehmung ist äußerst differenziert und er bedient sich einer breiten Palette sparsam eingesetzter künstlerischer Ausdrucksmittel. immer geht es darum, Komplexität mit einfachen Mitteln zu transportieren. das gelingt aber nur, wenn das erlebte authentisch ist, denn im authentischen ist das komplexe im einfachen glaubwürdig. genaues hinsehen ist das einzige Mittel gegen das defensive zusehen in der modernen Medienwelt.
Zeige 1 bis 7 (von insgesamt 7 Artikeln)